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Mickhausen 2012: Nasses „Finale Furioso“ in den Stauden

Begonnen hatte dieses „Finale Furioso“ in der „Stauden-Region“ am Samstag bei freundlichem Herbstwetter – der Umschwung kam über Nacht. Und stellte an die knapp 200 Rennteilnehmer aus Berg-Europa allerhöchste Anforderungen. Nicht nur die schnelle Umstellung von Trocken- auf Regen-Set-Up war gefragt, sondern auch das richtige Feeling für das kühle und rutschige 2,2 Kilometer-Asphaltband im bayerischen Schwabenland. Schnell und fehlerfrei war einmal mehr die höchste Tugend. Aber nicht jedem war es vergönnt, auf diesem schmalen Grat zu wandeln. Zahlreiche Pirouetten, Ausrutscher und Geländeerkundungen ließen am Sonntag nur zwei Wertungsläufe zu, was aber der knisternden Spannung keinen Abbruch tat. Dazu seien bitte noch zwei kurze, aber wichtige, Fußnoten erlaubt. Anmerkung eins: Mickhausen-typisch war die Organisation samt Rennleitung ausgefeilt, sattelfest und entscheidungssicher. Die Streckenposten leisteten einen Super-Job, nahe am Kehr-Rekord im Guinnessbuch der Top-Leistungen. Anmerkung zwei: Die beispielhaft offene und herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Dörfchen Mickhausen-Münster. Wobei Bürgermeister Hans Biechele und Quartiermacher Wolfi Glas stets nur eines fürchten: Dass eine Garage oder ein Vorgarten ohne Rennauto bleiben könnte – für beide und für die Anwohner das Worst-Case Szenario!

Damit zurück ins Sportstudio, wie immer dem Rennprogram entsprechend beginnend mit der 1150er Klasse der Gruppe H. In der sich Thomas Stelberg im hochdrehenden Schneider Polo 16-Ventiler in der dritten und letzten Samstags-Auffahrt die Trainingsbestzeit sichert. Knapp vor Bernd Deutsch (Schneider Audi 50) und Jürgen Heßberger. Der frühe Sonntag sieht dann eine Fiat 127 Doppelführung: Jürgen Heßberger vor Jörg Eberle sowie Thomas Stelberg lautet der Stand der Dinge nach Rennlauf eins. Daran ändert auch der zweite Run nichts, das genannte Trio klettert gemeinsam auf das Siegerpodest. Jürgen und Jörg sind auch die Doppelspitze der 1150er 8-Ventilerwertung, die weiteren Sonderwertungspokale gehen an Bernd Deutsch (8V P3), Ford Fiesta RS Pilot Uwe Werner (8V P4) und Peter Richter (8V P5) im Capricorn Polo.

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St. Agatha 2012: Erste KW Berg-Cup Entscheidungen fallen vor großer Kulisse


Alles war noch offen. Vor dem vorletzten Rennen zum KW Berg-Cup Gruppe H in dessen Jubiläums-Saison 2012. In Oberösterreich fielen nun die ersten endgültigen Entscheidungen. Welche? Und wie heißen die Sieger? Etwas Geduld bitte, die folgenden Zeilen geben gleich darüber Auskunft. Alles begann in Ruhe, ganz ohne Stress. Zwei Trainingssitzungen am Samstag, beginnend um 13:00 Uhr, eine am Sonntagmorgen. Zwei Rennläufe á 3,2 Kilometer ab 12:30, Rennende kurz vor 16:00 Uhr! Gänsehaut-Feeling pur für die 151 Starter bei der finalen Rückführung. Tausende begeisterte Fans standen an der Strecke Spalier, spendeten Beifall, klatschten ab. Verdiente Glücksmomente als Ausgleich für eine lange, Anfang Mai beginnende, strapaziöse Saison.

Das Training begann trocken, ab der Hälfte des Feldes wurde es in der ersten Auffahrt nass. Regen unterschiedlicher Stärke begleitete den weiteren Samstag, am Sonntag gab es zum Beginn nur noch in den Waldpassagen einige wenige feuchte Flecken. Die schnell verschwanden, spätestens als die Sonne heraus kam und die Berg-Gemeinde mit ihren wärmenden Strahlen verwöhnte. Den Rest zum Rundum-Wohlfühl-Ambiente trugen die Fahrer bei, mit teils unglaublichen Leistungen und Zeiten.  

Leider nur zwei Starter in der 1150er Klasse. Von der Papierform her sollte es eine klare Angelegenheit für Thomas Stelberg im Schneider Polo 16V sein. Doch seit Osnabrück Anfang August ist er nicht mehr im Rennauto gesessen, an dem es noch dazu einige Veränderungen gab. So macht am Samstag Jörg Eberle, dessen neuer Motor immer besser zu gehen scheint, im 8-Ventiler Fiat 127 die Pace. Im letzten Probegalopp verkürzt Thomas den Abstand, aber Jörg bleibt im italienischen Renner weiterhin aufmüpfig und schnell. Bis zum Rennstart findet man im Team Schneider / Stelberg den richtigen Dreh, stellt Fahrer und Fahrzeug optimal auf den Wettbewerb ein. Prompt geht Thomas, der Kaufmann aus dem Bergischen Land, mit 1,1 Sekunden Vorsprung in Führung, baut diese im zweiten Heat aus und gewinnt zum zweiten Mal in dieser Saison nach Eschdorf seine Klasse.

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Oberhallau 2012: Der KW Berg-Cup gewinnt den Kadett Ländervergleich

Aber natürlich ging es im schweizerischen Oberhallau nicht nur um dieses von meinen eidgenössischen Streckensprecherkollegen hochstilisierte Kadett-Länderspiel. Sondern vor allem um tollen Bergrennsport und wichtige Zähler für den KW Berg-Cup Gruppe H, der langsam aber sicher auf die Zielgerade seiner Jubiläumssaison 2012 einbiegt. Das alles fand statt vor zahlreichen begeisterten Fans auf einer Rennstrecke, deren drei Kilometer langes Asphaltband idyllisch in die umgebenden Rebberge eingebettet ist. Und mit der Wiese oberhalb der berühmt-berüchtigten Tarzankurve einen der – wenn nicht den – attraktivsten Zuschauerpunkte mit Top-Übersicht im gesamten Bergrennkalender bietet. Auch Petrus war nach einem kurzen Sturm am Donnerstagabend milde gestimmt, lediglich am frühen Samstagmorgen war die Piste noch feucht, aber in den restlichen Trainingssitzungen und in den Rennläufen bei freundlichen Temperaturen komplett trocken. Der jeweils pünktliche Beginn und der Ablauf gemäß Zeitplan trotz hoher Starterzahl ließen keine organisatorischen Wünsche offen. „Die besten zwei aus insgesamt drei“, das war das Motto der Rennläufe. Mit dem niemand ein Problem hatte – im Gegenteil, einige Teilnehmer konnten von dieser Regelung profitieren, retteten Punkte trotz eines Ausfalles in einem der Bestzeit-Heats.

Als einziger 1150er Pilot fand Jürgen Schneider mit dem in letzter Zeit etwas Mucken machenden Polo 16V den Weg nach Oberhallau. Reglementgemäß wurde er mit der nächsthöheren 1300er Klasse zusammengelegt, die von den Schweizern allerdings als Gruppe H bis 1,4 Liter Hubraum bezeichnet wurde. Und in der gab Altmeister Franz Weißdorn (Polo 16V) im Training die Schlagzahl vor, setzte sich vor Manfred Konrad im VW Corrado und Suzuki Swift Pilot Markus Spöri an die Spitze. Der erste Run am Sonntagmorgen bietet dasselbe Bild. Diesem können aber Manfred Konrad und Wolfi Glas (Minichberger Polo 16V) nur wenig Gefallen abgewinnen. Sie geben beherzt Gas und arbeiten erfolgreich an einer Umgestaltung desselben. Ab Lauf zwei heißt der Leader Manfred Konrad, seine nächsten Verfolger Franz Weißdorn und Wolfgang Glas. Im letzten Heat kommt Franz noch bis auf 9 Hundertstelsekunden an Manfred heran, aber die Reihenfolge kann er nicht mehr drehen. Der Zieleinlauf sieht Manfred Konrad, Franz Weißdorn und Wolfgang Glas auf den Podiumsplätzen. 27 Hundertstelsekunden dahinter wird Markus Spöri Vierter. Vor Jürgen Schneider, dem neben Rang fünf die positive Erkenntnis bleibt, dass das Polo Coupé nach intensiver Prüfstandsarbeit nun wieder picobello funktioniert.

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Unterfranken 2012: Licht und Schatten


„Wo Licht ist, da ist auch Schatten.“ Ein altbekannter Spruch. Anwendbar – leider – auch auf das 45. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl am 08. und 09. September. Denn über die Lichtpunkte wie top-besetzte Tourenwagenklassen, bestes Sonnenscheinwetter, gute Stimmung und flüssigen Veranstaltungsablauf schoben sich die Schatten mehrerer Unfälle. Einer davon, der von Berg-Cup Fahrer Jürgen Seitz etwa in der Mitte des dritten Wertungslaufes, so schwer, dass das Rennen nach einer längeren Unterbrechung in Übereinstimmung von Fahrern und Organisatoren nicht mehr fortgesetzt wurde. Eine absolut richtige Entscheidung. Gewertet wurde so der Stand nach Durchgang Nummer zwei. Aber noch bevor wir uns den weiteren Trainings- und Rennereignissen zuwenden, müssen zwei Dinge unbedingt festgehalten, niedergeschrieben und bekannt gemacht werden: Erstens die aller-, aller-, allerbesten Genesungswünsche an Jürgen. Und zweitens der feste Zusammenhalt in der bestens funktionierenden Berg-Cup Familie, der sich in Form von echtem Mitgefühl und sofort angebotener und tatkräftig gewährter Hilfeleistung deutlichst zeigte.

„Er funktioniert wieder.“ So könnte man den Ablauf in der 1150er Klasse der Gruppe H in Training und Rennen beschreiben. Gemeint ist damit das 16-Ventiler Schneider Polo Coupé, in Unterfranken von Motorenmann Jürgen Schneider pilotiert. Nach intensiver und erfolgreicher Prüfstandsarbeit vor dem Oberhallau-Event war gegen diese Kombination in Unterfranken kein Kraut gewachsen, die pro Lauf jede Menge Zeit auf die versammelte Konkurrenz gut machte und mit einem dicken Polster von 10,55 Sekunden Vorsprung überlegen gewann. Ab Klassenplatz zwei aufwärts sortierten sich die 8-Ventil Piloten ein. Wobei Bernd Deutsch (P2) diesmal vor Tobias Stegmann (P3) der schnellere der beiden Schneider Audi 50 war. Rang vier ging an Jörg Eberle, der sich mit der Leistungsentfaltung des neuen Motors in seinem Fiat 127 noch nicht wirklich zufrieden zeigte. Peter Richter (VW Capricorn Polo) und Uwe Werner im Ford Fiesta holten sich auf den Klassenpositionen fünf und sechs die noch zu vergebenden 1150er KW 8V-Trophy Pokale.

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Hauenstein 2012: In der Hitze der Rhön…

2012, Bergrennen, Hitze? Doch wohl eher kaum vorstellbar. Die bayerische Rhön belehrt uns eines besseren. Sie präsentiert sich über das komplette Rennwochenende heiß und trocken. Und verwöhnt obendrein mit teilweise neuem, glatten Asphalt. Lief das Training mit drei Sitzungen am Samstag noch etwas holprig, so versöhnt der Sonntag mit vollen vier Läufen und einem perfekt getimten Rennende knapp vor 17:00 Uhr. Klingt bisher alles easy und voll relaxed. Ein Zuckerschlecken war das 43. AvD/MSCR Hauenstein-Bergrennen aber keineswegs. Denn insgesamt 16,8 Wertungskilometer mit bekannt hohem Vollgasanteil bei Sauna-Cockpit-Temperaturen forderten alles von Mensch und Material.

Beim siebten KW Berg-Cup Saisonlauf zeigten sich die Akteure der 1150er Klasse mitsamt ihren Arbeitsgeräten standfest. Das Training sah die beiden 16-Ventiler Polo von Robert Bauer und Jürgen Schneider an der Spitze, gefolgt von Tobias Stegmann im Schneider Audi 50. Der Sonntagmorgen zeigt überraschend ein anderes Bild. Zwar geigt Robert Bauer trotz Schaltproblemen vorne gewaltig auf und setzt sich mit 5,01 Sekunden Vorsprung deutlich an die Spitze. Aber dann folgen Bernd Deutsch (Schneider Audi 50) und Tobias Stegmann. Jürgen Schneider startet super, auf dem Weg zum Ziel wird sein Motor immer zäher, mehr als Rang vier ist so nicht drin. Man vermutet Gremlins im Motorumfeld und in der Elektronik. Sie werden fieberhaft gesucht, treiben aber auch in den restlichen Läufen ihr Unwesen. Die Abstände in der Verfolgergruppe sind eng. In der Hitze des Tages bleibt Tobias Stegmann cool, ab Heat zwei ist er Klassenzweiter. Derweil betreibt Jürgen Schneider Schadensbegrenzung, schiebt sich mühsam auf Position drei nach vorne. An der Spitze nimmt Robert Bauer Tempo raus, gewinnt dennoch unangefochten vor Tobi Stegmann und Jürgen Schneider. Bernd Deutsch und Jörg Eberle (Fiat 127 Sturm Keepsake) laufen auf den Plätzen vier und fünf ein. Die Klassen 8-Ventiler Wertung wird zur Beute von Tobias Stegmann, vor Bernd Deutsch, Jörg Eberle, Peter Richter (VW Polo) und Rolf Rauch im Fiat 128 Coupé.

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