Nur eine Woche nach dem 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring verlagert sich das Fan-Interesse lediglich gut eine Autostunde südwestlich nach Wolsfeld. Dort, in der Nähe von Bitburg, geht vom 23. bis zum 25. Mai das 62. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen in Szene. Mit der Zeitaufteilung genüsslicher Fahrerlagerbummel am Samstag, dann Training sonntags und Rennen am Pfingstmontag. Gefahren werden jeweils drei Läufe, deren Beginn auf 8:00 Uhr festgelegt ist. Vor den Fahrerinnen und Fahrern liegt dann die mit 1,64 Kilometern kürzeste Strecke im Kalender. Die es aber mit ihrem tricky Layout, den ineinander übergehenden, engen Kurven und Kehren, absolut in sich hat. Es gibt keine Möglichkeit zum Entspannen, und natürlich auch keinen Platz für Fehler, nicht einmal für die allerkleinsten. Dass von den drei Race-Heats lediglich die besten zwei zur Wertung herangezogen werden, beruhigt die Aktiven nur minimal. Denn man weiß im Vorhinein ja nie wirklich genau, was der Rennverlauf so alles an Unwägbarkeiten bereit hält.

Auf die Fans wartet ein sehenswerter Mix aus Fahrzeugen, insgesamt sind beim Veranstalter Eifel Motor Sport Club Bitburg e.V. im ADAC knapp 160 Nennungen eingegangen. 115 davon betreffen das Rennen auf Bestzeit, für das sich wieder erfreulich viele Gipfelstürmer aus Luxemburg angemeldet haben, für die es in der Eifel ebenfalls um Zähler zu ihrem Championat geht. Im so entstandenen, über 90 Fahrzeuge starken Tourenwagenfeld der Division 1, gehören mehr als die Hälfte der Teilnehmer zum NSU-Bergpokal und zum KW Berg-Cup, dessen neu geschaffene Division Klassik dazu den Löwenanteil beiträgt, darunter zu finden eine mit fünf Rennern aufwartende 1150er-Klasse. Die unmittelbar danach startende 1,4-Liter-Abteilung bildet mit 14 Fahrzeugen die zahlenmäßig stärkste Abordnung des Rennens. Hier wird es in Abwesenheit des VW Minichberger Scirocco Teams Armin Ebenhöh/Tobias Mayer sicherlich einen hochinteressanten Fight um den Klassensieg geben. Auch in allen weiteren Hubraum- und Performancefactor-Abteilungen ist Action und Spannung vorprogrammiert. Greifen doch einige Gipfelsprinter erst jetzt ins Geschehen der Saison 2026 ein. Darunter zum Beispiel der fliegende Finne Mikko Kataja mit seinem V8 befeuerten Toyota Starlet.

Um über Zwischenstände in NSU-Bergpokal, KW Berg-Cup und DBM zu sprechen ist es jetzt noch etwas zu früh. Eine erste, wirklich solide Betrachtung dürfte Ende Juni ins Auge zu fassen sein. Also dann, wenn nach Wolsfeld die Rennen Hemberg in der Schweiz (05.-07.06.) sowie die Thüringer Events Glasbach (12.-14.06.) und Iberg (26.-28.06.) gelaufen sind.

Vorher treffen wir uns aber auf jeden Fall in Wolsfeld, in der oder auf ein Bit, das es ja übrigens auch alkoholfrei gibt. Wir vom Berg-Cup e.V. und der Eifel Motor Sport Club Bitburg würden uns auf jeden Fall über euren Besuch riesig freuen, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Freunde und Fans. Also bis dann!

Uli Kohl, 19.05.2026