Inklusive des 57. Bergrennen Eichenbühl sind in der 38. KW Berg-Cup und 25. NSU-Bergpokal Saison nur mehr drei Rennen zu absolvieren. Die Punktekontos können danach nur mehr in St. Agatha (25.-27.09.) und Mickhausen (02.-04.10.) aufgefüllt werden.

Die Organisatoren des MSC Erftal e.V. im AvD dürfen sich über ein richtig gutes Feld von 153 Rennautos freuen, das 31 auf Gleichmäßigkeit fahrende Teilnehmer noch weiter aufstocken. Der Löwenanteil von 131 Nennungen ist für die Tourenwagen-Division 1 abgegeben worden, 86 davon kommen von Aktiven des Berg-Cup e.V. Exakt aufgeschlüsselt sind das 13 Fahrzeuge im NSU-Bergpokal, 35 gehören in die KW Berg-Cup Division Performancefactor (Pf) und 38 in die Abteilung Klassik. Aus diesen Zahlen lässt sich herauslesen, dass alle in den Wertungen vorne Liegenden noch einen Angriff auf weitere Verbesserung ihrer Position starten. Ein Fahrer plus zwei Teams können den kommenden Events allerdings relativ gelassen entgegen sehen. Weil sie bereits acht echte Top-Ergebnisse ihr Eigen nennen können. Und acht ist sowohl im NSU-Bergpokal als auch im KW Berg-Cup die magische Nummer. Fangen wir mit den NSU an: Jannik und Steffen Hofmann sind hier einmal mehr das Spitzenteam. Allerdings steht noch der von den Regeln geforderte Renneinsatz von Steffen aus, dieser wird höchstvermutlich in St. Agatha stattfinden. Und er muss funktionieren, um den Erfolg endgültig auf Nummer sicher zu haben. In der KW Berg-Cup Division Pf hat Fabian Brügge im BMW E36 325i schon achtmal seine Klasse gewonnen. Der 24-Jährige kann maximal noch Nuancen an seinem Zählerstand verbessern. Neben der Division Pf führt er auch die Rookie- und Youngsterwertung souverän an. Ganz ähnlich ist die Situation im Klassik-Lager. Das Team Armin Ebenhöh / Tobias Mayer (VW Minichberger Scirocco 16V) kann mit sieben Siegen und einem zweiten Platz in ihrer 1400er-Klasse aufwarten. Also darf man auch hier gratulieren.

Bevor wir uns jetzt zu sehr in Punkte und Ranglisten verlieren, kehren wir kurz nach Eichenbühl zurück. Zu einem Event, in das die komplette Ortschaft mitsamt ihren Vereinen involviert ist. Mit Verkauf, Kuchentheke und großem Festzelt, in dem auch die Siegerehrung vor vollem Haus bei bester Stimmung stattfindet. Aber bevor die in Szene geht, ist die 3,050-Kilometer Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach zu absolvieren. Am Samstag zum Üben mindestens dreimal. Das heißt, wenn es gut läuft, vielleicht auch viermal. Dazu behält man sich vor, im dritten Training mit Rot gestoppte Autos nicht zurückzuführen, sondern vom Standplatz aus weiter nach oben zu schicken – eine sehr interessante Variante! Für den Rennsonntag sind drei Auffahrten gesetzt, aus denen die zwei besten Zeiten zur Wertung herangezogen werden. Los geht es morgens jeweils um 08:00 Uhr. Oder, wenn alles rechtzeitig fertig ist, gerne auch ein paar Minuten früher. Der Wetterfrosch ist zurzeit mit den Erftalern verbündet und quakt von trockener Piste und angenehmen Temperaturen zum Genießen. Völlig egal ob am Start, in der W&K Kurve, dem Crew-Knüttel-S, der Suzuki Kurve, der Klinge sowie der Honda-, Lackie- und Zielkurve. Nach Ende des Trainings gibt es noch eine tolle Zugabe im Crew-Knüttel-S. Dort werden die drei schnellsten Piloten des Tages geehrt und interviewt.

Kurz vor dem Saisonende sei es erlaubt, noch einen kurzen Blick auf die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM) zu werfen. Die es ja 2026 doppelt gibt, einmal für Touren- und einmal für Sportwagen. Für beide Sparten gibt es nur ein einziges Streichresultat, was die Sache bei zurzeit noch zwei ausstehenden Wettbewerben echt prickelnd und noch nicht endgültig entschieden gestaltet. Bei den Autos mit Dach sind die Top-Titelanwärter Fabian Brügge und Jannik Hofmann. Sie sind nur durch drei Punkte getrennt. Weitere acht Zähler zurück besitzt auch Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) noch reelle Chancen auf Verbesserung. Alle weiteren Teilnehmer haben sich bereits einen kleinen Respektabstand eingehandelt. Werner Weiss (Ford Escort RS 1800), Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa und Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) halten noch Kontakt nach vorne. Wobei es im Feld der Verfolger untereinander höllisch knapp zugeht. Im Bereich Sportwagen werden es der momentane Leader Bastian Voss (Tatuus Formula Master / Osella PA 2000 Evo), Benjamin Noll (Osella PA 30 / FA 30) und Marco Lorig mit seinem Tatuus Formula Master unter sich ausmachen, wer 2026 den Titel holt.

In Anbetracht der Informationen im Text sollte es für euch, liebe Anhänger des flotten Gipfelsprints und Fans des NSU-Bergpokals und KW Berg-Cups nun nur mehr eine Sache zu erledigen geben: Nämlich Karte oder Navi zur Hand zu nehmen und eine passende Route nach Eichenbühl herauszusuchen. Ihr wisst ja, es ist richtig zentral gelegen. Und wenn wir euch bisher immer noch nicht von „live ist live“ überzeugen konnten, haben wir noch ein Ass im Fahreranzugärmel. Am Freitagabend ab etwa 18:30 Uhr wird Fußball gespielt. Die Traumpaarung lautet: NSU-Bergpokal gegen KW Berg-Cup. Das gab es vor vielen, vielen Jahren schon in ähnlicher Form. Als Teil des 25-Jahre-Jubiläums des NSU-Bergpokals lebt es nun am damaligen Schauplatz wieder auf. Nun, überzeugt? Ja? Das ist genial, wir freuen uns auf euch, sichert euch rechtzeitig die besten Plätze. Am Fußballfeld und an der Strecke.

Uli Kohl, 06.09.2026