D4S 2415Was für ein Wochenende! An beiden Tagen alle vier Läufe gefahren, traumhaftes Wetter, Massen von begeisterten Zuschauern, gute Organisation, fast perfekt eingehaltener Zeitplan, spanende Fights, Top-Leistungen, stimmungsvolle Siegerehrung. Was will man eigentlich mehr? Nun gut, vielleicht ein paar zusätzliche Teilnehmer im Rennfeld, das wäre noch ein extra Sahnehäubchen gewesen. Am Sonntag zählte dieses 97 Autos, plus 24 GLP-Teilnehmer. Gibt summa summarum 121. Was zum Teil der Terminüberschneidung mit dem letzten Lauf zur Österreichischen Meisterschaft im italienischen Cividale geschuldet war sowie dem Schwächeln der ansonsten so starken Schweizer Abordnung. Die dieses Jahr lediglich sechs Fahrzeuge umfasste. Wobei nur drei Eilgenossen sich der Mühe unterzogen, extra für Mickhausen ein Pf Technical Sheet zu beantragen, dass sie ja in ihrer Heimat bekanntlich nicht brauchen. Drei der Schweizer wechselten deshalb kurzerhand sogar in die E2-Silhouetten-Abteilung. Mit dieser kurzen Abschweifung wollen wir aber das positive Gesamtbild des „40. ADAC Bergrennen Mickhausen“ keinesfalls trüben. Denn das Wochenende vom 29. September bis zum 1. Oktober war beste Werbung für den Bergrennsport und die Veranstaltung selbst.

Werfen wir nun gemeinsam einen ersten, kurzen Blick durch die KW Berg-Cup Brille auf das Geschehen auf der 2,2 Kilometer langen Piste. Das bedeutet, wir sprechen jetzt über die auf Hubraumklassen umgewerteten Resultate, die sich aus den besten drei der vier Rennläufe bilden.

Bitte anschnallen, es geht jetzt los mit dem NSU-Bergpokal. In dem sich Jörg Höber den Sieg sicherte. Vor Andreas Reich und Thomas Krystofiak. Andreas war zugleich bester NSU-Klassiker, Volker Angelberger und Dieter Kohl komplettierten das Podest der Sonderwertung.

Die Gruppe A/F/CTC bis 1600 Kubik wurde zur sicheren Beute von Robert Maslonka im aufgeladenen VW Polo G60. Hinter ihm liefen Helmut Knoblich (Citroen C2) als Zweiter und Ronny Hering mit seinem VW Scirocco Gruppe 2 als Dritter ein. Wobei sich der Letztgenannte zusätzlich den KW 8V-Trophy Pokal seiner Klasse sichern konnte.

Bis 2 Liter Hubraum war Mario Hess mit seinem Opel Schneider Astra GSi 16V erfolgreich. Sein Marken- und Typenkollege Herbert Schmitz belegte Rang zwei, Dritter wurde im BMW E36 318ti Marcel Paula.

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Über 2000 Kubik holte sich der Italiener Rudi Bicciato mit seinem Mitsubishi Lancer Evo mit deutlichem Vorsprung auf Nicolas Uenzen (BMW E36 M3) den ersten Platz. Auf Position drei lief im BMW E90 Hendrik Uenzen ein.

Bernd Deutsch war mit seinem Schneider Audi 50 in der Gruppe H/FS/E1 der einzige Vertreter der 1150er Klasse, musste deshalb mit den 1400ern zusammengelegt werden. Dort war Armin Ebenhöh (VW Minichberger Scirocco 16V) bei seinem dritten Berg-Gastspiel der Saison 2023 der sichere Sieger. Ihn flankierten auf dem Podium Florian Hübel, der im VW Schneider Polo 16V Zweiter wurde, und Nils Abb (VW Schneider Polo II). In der 1,4-Liter-Klasse war Nils Abb der schnellste 8-Ventiler-Pilot vor Philipp Plein (VW Polo) und Stefan Winkler mit seinem Fiat127.

Ultraknapp die Entscheidung bei den 1600ern. 21 Tausendstelsekunden gaben den Ausschlag zugunsten von Tobias Auchter (Opel Spiess Corsa A GSi 16V). Auf fast gleicher Höhe sprintete Sarp Bilen mit seinem VW Spiess Golf 2 16V durchs Ziel. Rang drei war die Angelegenheit von Florian Arlt im VW Lupo Cup.

Mit 21 Autos war die Abteilung bis 2000 Kubik die teilnehmerstärkste. Hier setzte sich Thomas Strasser mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V durch, gewann 2,319 Sekunden vor Erwin Buck (VW Spiess Scirocco) und Mario Minichberger im BMW 2002 Gruppe 5. Mit Respektabstand folgten der Schweizer Jürg Ochsner (Opel Kadett C) und Claire Schönborn im VW Golf 1 STW auf den Plätzen vier und fünf. Wegen des großen Feldes vervollständigen wir noch die Top-Ten. Auf den Rängen sechs bis zehn lautete der Zieleinlauf: Marco Schöbel (Opel Gerent Kadett C Coupé), Egidio Pisano (VW Minichberger Golf 16V), Werner Weiss (Ford Escort RS 1800), Jens Weber (Opel Kadett C) und Joachim Hummel im VW Röttele Scirocco 16V. Den größten 2-Liter KW 8V-Trophy Pokal holte sich Marco Schöbel. Alexander Pleier wurde Zweiter der Sonderwertung der roten Startnummern, Josef Faber Dritter (beide Opel Kadett C Coupé).

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Selbst eine aufwendige Reparatur an der Hinterachse seines BMW M3 E36 zwischen Training und Rennen konnte den rasanten Vorwärtsdrang von Marcel Gapp nicht bremsen. Er sicherte sich den obersten Platz auf dem Siegerpodium. Auf diesem flankierten ihn Michael Weber (Audi 80 Quattro Turbo) als Klassenvize und Ford-Focus-Pilot Kai Neu als Dritter. Trotz eines Ausrutschers im zweiten Run ging der KW 8V-Trophy Pokal an Werner Walser (Opel Kadett Limousine).

Bei den Boliden mit mehr als 3 Liter Hubraum enteilte Jochen Stoll im Porsche 911 GT3 Cup seinen Mitbewerbern um 4,543 Sekunden. Viel enger fiel die Entscheidung um die Positionen zwei und drei. Denn nur 0,234 Sekunden hinter Stefan Hetzenauer (P2/Chiptech Subaru Impreza) sicherte sich Patrick Orth mit seinem Porsche 997 GT3 Cup Stockerlplatz drei.

Fünf E2-Silhouetten-Renner nahmen in Mickhausen teil. Der schnellste davon war der Schweizer Martin Bürki im BMW M3 GT3. 0,708 Sekunden dahinter folgte sein Landsmann Armin Banz (Opel Kadett C 2.5l 16V), Dritter wurde Nico Breunig mit seinem TracKing RC01 B.

Das Tourenwagen-Podium setzte sich aus KW Berg-Cup Piloten zusammen. Mit der Gesamtzeit von 2:49,996 holte sich Jochen Stoll seinen ersten Sieg in der Division 1 vor Thomas Strasser und Erwin Buck.

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Mit der Siegerehrung vor großem, applausfreudigem Publikum endete der aktive Part der 35. KW Berg-Cup Saison. Der Fokus liegt nun auf den Vorbereitungen für die Siegerehrung, die am 4. November in Bad Mergentheim stattfindet. Darauf folgt die Beteiligung an der Essen Motor Show. Im absoluten Brennpunkt steht allerdings die Planung der nächsten Saison, deren Eckdaten sich in den nächsten vier bis sechs Wochen heraus kristallisieren sollten.





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